
Zur Zeit lese ich ein beeindruckendes Buch. „Can´t Hurt Me“ von David Goggins erzählt die bewegte Lebensgeschichte eines Menschen, der zahlreiche Widerstände überwinden konnte und unter anderem zu einem der besten Ultra-Marathonläufer der Welt geworden ist.
Eine Passage des Buches hat mich zu diesem Artikel inspiriert. Goggins beschreibt die Negativität, die ihm in der Vorbereitung auf seinen ersten Badwater-Ultramarathon (ein 135 Meilen langes Rennen im Juli durchs Death Valley) entgegenschlug:
„Most of us are motivated as hell to do anything to pursue our dreams until those around us remind us of the danger, the downside, our own limitations, and all the people before us who didn´t make it.“ (Can´t Hurt Me, S.218)
An sich kein neuer Gedanke. Als ich das gelesen habe, ist mir aber bewusst geworden, dass diese Aussage in höchstem Maße auf unser Projekt des Auswanderns zutraf.
Wir hatten einen Traum, der sich langsam entwickelt hat. Wir hatten gute Gründe, diesen Traum zu verfolgen, und waren entsprechend engagiert darin, diesen Traum letztlich zu verfolgen und umzusetzen.
In der Rückschau fällt mir auf, dass mir während des kompletten Projektes „Auswandern“ kaum positive Meinungen entgegenschlugen. Es war ganz im Gegenteil tatsächlich so, wie es Goggins schreibt: Warner und Bedenkenträger allerorten.
„Ein altes Haus zu kaufen macht nur Arbeit und Ärger“.
„So ein großes Grundstück ist doch viel zu viel Arbeit“.
„Ich kenne auch jemanden, der sich sowas gekauft hat und total überfordert war/ jemanden, der ausgewandert ist und dann enttäuscht war“.
Und so weiter.
Während für eine große Veränderung wie Auswandern oder generell Umziehen in eine komplett neue Umgebung die potentiellen Risiken und Vorteile gut abgewogen werden müssen, dient das Sperrfeuer, was aus der Umgebung oftmals die Handlungen versucht zu sabotieren, vor allem dazu, den Status Quo der Schießenden zu rechtfertigen.
Sicherlich werden einige dieser Warnungen und Bedenken in der besten Absicht vorgetragen. Sie sind aber, um das bekannte Zitat aus Goethes Faust umzukehren, ein Teil jener Kraft, die stets das Gute will und das Böse schafft.
Wenn du vor einer Entscheidung stehst, die dein Leben umkrempeln wird, lass dich nicht von den Bedenkenträgern, die dich in ihrem Status Quo fangen möchten, beeinflussen.
Es muss nicht um Auswandern oder Umzug gehen. Auch ein radikaler Bruch mit Lebensgewohnheiten (zum Beispiel ungesunde Ernährung, körperliche Faulheit) ruft das Sperrfeuer der anderen auf den Plan, denn du bist derjenige, der ihnen einen Spiegel vorhält. Und viele Menschen schauen lieber weg, als dem eigenen Spiegelbild ins Gesicht zu schauen und das zu ändern, was geändert werden sollte.
Es würde mich freuen, wenn der eine oder andere an uns als positives Beispiel denkt, wenn ein schwieriges Projekt ansteht. Wir haben das geschafft – warum solltest du es nicht schaffen?




















