Es gibt mal wieder ein aktuelles Vorher-Nachher-Bild, diesmal von unserem Gewächshaus. Mein Mann hat es heute hergerichtet, ein passendes Anzuchtregal gebaut und die ersten Samen gesät: Tomaten, Zucchini und Paprika. Die stehen momentan bei uns im Haus tagsüber auf dem Fensterbrett Richtung Süden in der Küche und nachts etwas näher am Ofen, und sie kommen dann in ein paar Wochen auf das neue Regal draußen. Der Gemüseanbau zur Selbstversorgung nimmt also langsam Gestalt an! 🍅🥒🫑
Das Wort in der Überschrift bedeutet „Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühling“, und die ist heute, am 20. März. Das heißt, ab jetzt sind die Tage hier jeweils länger und die Nächte kürzer als in Deutschland. Im Juni ist dieser Unterschied dann am größten, weshalb immer am Wochenende nach dem Sommarsolstånd der Feiertag Midsommar liegt.
Man merkt auch schon, dass der Frühling kommt. Schattige Wegstücke sind zwar immernoch teilweise spiegelglatt gefroren, aber insgesamt ist nicht mehr viel Eis und Schnee da. Trotzdem kann es bis in den Mai nachts unter Null Grad kalt werden.
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Ich freue mich über die helleren und wärmeren Tage, habe letzte Woche den SFI Kurs C abgeschlossen und einen Job in einem Supermarkt angenommen, da bekomme ich aktuell mehr Geld pro Stunde als in der Schule. Mit dem Anpflanzen von Gemüsesamen geht es auch bald los… Es gibt also mehrere positive Entwicklungen bei uns! 🌱
Hinter unserem Haus sind oft Rehe zu sehen, heute zum Beispiel kurz nach Sonnenuntergang relativ viele und auch ein großer Hirsch. Das ist jetzt mal ein Versuch, Videos hier im Blog hochzuladen:
Vier große Haushaltsgeräte haben bei uns in den letzten Tagen eine Rolle gespielt. Sie haben alle inzwischen mit vereinten Kräften erfolgreich den Weg über unsere Kellertreppe in die eine oder die andere Richtung zurückgelegt und sind schon fast alle da angekommen, wo sie jeweils endgültig hingehören.
Der Reihe nach: in unseren ursprünglichen drei Hütten stand im Bad eine gebrauchte Waschmaschine, die aber gut funktioniert und die wir seit dem Einzug dort auch benutzt haben. Im Sommer und im Herbst haben wir die Wäsche dann an der Leine draußen getrocknet, aber für den Winter haben wir einen neuen Trockner gekauft und ihn ebenfalls dort ins Bad gestellt. Diese beiden Geräte sollten nun ins neue Haus gebracht werden. Da die Waschmaschine mit stärkerem Strom angeschlossen war, hat uns dabei ein Nachbar geholfen, der Elektriker ist. Beide Geräte haben wir dann im Auto rübergebracht.
In unserem neu bezogenen Haus stand unten im Keller eine alte Waschmaschine, die ebenfalls von dem Nachbarn vom Strom abgeschlossen wurde. Wir haben also die Waschmaschine aus den Hütten die Kellertreppe runtergetragen, dort hat er sie dann angeschlossen, daraufhin haben wir die alte Waschmaschine hochgetragen und in den Schuppen gestellt, die kommt dann in den nächsten Tagen zum Wertstoffhof. Anschließend haben wir auch noch den Trockner runtergetragen, im Waschraum ist jetzt also alles komplett.
Dann kam heute unsere Gefriertruhe an, und die war nochmal ein gutes Stück größer als die drei vorherigen Elektrogeräte. Zum Glück aber nicht schwerer als die beiden Waschmaschinen. Der Kellerabgang hat zwei enge Kurven und ist unten insgesamt nur minimal breiter als die Truhe, so dass wir das Treppengeländer und auch die Füße der Truhe abmontieren mussten, um sie schließlich nach mehreren vergeblichen Versuchen hochkant und auf die Seite gedreht hinunter zu manövrieren. Es war Millimeterarbeit… Aber da steht sie jetzt, kann über 300 Liter fassen und wird in nächster Zeit mit allerlei gutem Essen befüllt werden!
Gestern bin ich zu einer Nachbarin gefahren, die wir von der Jagd kennen. Sie hatte mich bei einem früheren Besuch mal gefragt, ob ich schon Kanelbulle backen kann. Das sind die typischen, schwedischen Zimtschnecken, und die Antwort war eindeutig Nein… Deshalb haben wir gestern einen Kanelbulle-Back-Workshop bei ihr daheim gemacht.
Rezept für 60 Stück (kann man gut einfrieren):
Bild 1: Einen Teelöffel im Mörser zerkleinertes Kardamom und einen halben TL gemahlenes Kardamom in einer großen Schüssel mischen. Dazu einen halben TL Salz, 150g Zucker, 200ml Sahne, 200ml Milch, 200ml heißes Wasser. Danach gesondert 50g zerbröselte frische Hefe mit 3 TL Milch mischen und dann einrühren. Ein Ei in einer extra Schale aufschlagen und Eiweiß und Eigelb miteinander verrühren. Die Hälfte davon dazugeben, die andere Hälfte mit etwas Wasser verdünnen und für das Bestreichen aufheben.
Bild 2: Ungefähr 800g Mehl einrühren und mit einem Mixer kneten, bis der Hefeteig nicht mehr klebrig ist.
Bild 3: 100g Butter (Zimmertemperatur) in Flocken oben auf den Teig legen und Mehl drüberstreuen. Dann ca. 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
Bild 4: Anschließend vermischen, wieder mit etwas Mehl bestäuben und weitere 20 Minuten zugedeckt gehen lassen.
Bild 5: Den Hefeteig auf der Arbeitsfläche mit etwas Mehl weiter kneten.
Bild 6: Ausrollen.
Bild 7: Mit einer großzügigen Lage Butter bestreichen und mit relativ viel Zucker und Zimt bestreuen. Dann längs zusammenklappen, so dass es schmaler und doppellagig wird.
Bild 8: Ca. 1 cm breite Streifen abtrennen, sie in sich eindrehen und dann zu einem Knoten formen. Variante: Man kann stattdessen auch eine große Rolle machen, davon dann ca. 1,5 cm breite Stücke abschneiden und sie in Papierförmchen legen. Dann entstehen Schnecken statt Knoten.
Bild 9: Jeweils 20 Stück auf einem Backblech verteilen und ca. 15 Minuten lang zugedeckt gehen lassen. Den Ofen währenddessen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Bild 10: Erstes Blech mit der Ei-Wasser-Mischung bepinseln und Perlzucker, der nicht schmilzt, drüberstreuen. Dann sofort in den Ofen auf die mittlere Schiene.
Bild 11: Nach ungefähr 7 Minuten reinschauen und rausholen, wenn sie goldbraun sind. Draußen dann nochmal zudecken und abkühlen lassen. Auch bei den beiden anderen Blechen jeweils erst ganz kurz vor dem Backen das Ei und den Zucker auftragen.
Bild 12: Am besten ein paar davon direkt frisch essen und den Rest komplett abkühlen lassen und in Tüten einfrieren…