85) Ernte

Eine große Gurke und mehrere Zucchini können wir jetzt zubereiten, ein paar Tomaten gab es schon. Der Kürbis wächst ziemlich langsam, aber wird hoffentlich auch noch reif. Mangold, Grünkohl und rote Bete wachsen in den Beeten, die Bohnen ranken am Geländer auf der Terrasse… Und die Sträucher sind voller Beeren, da wird auch bald geerntet.

Bohnen
Himbeeren
Rote Bete und Grünkohl
Äpfel und Kürbis
Elchkuh mit zwei Kälbern gestern Abend

84) Moltebeeren

Heute waren wir etwa zwei Stunden in den umliegenden Wäldern spazieren. Zunächst haben wir Blaubeeren gesammelt. Dann sind wir mit Gummistiefeln ausgerüstet an einen kleinen See gegangen, wo im moorigen Uferbereich die orangenen Moltebeeren wachsen. Auch hier haben wir eine Tupperdose befüllt, daraus wird dann bald Marmelade. Sie sind mit Himbeeren verwandt, wachsen aber nicht an Sträuchern, sondern einzeln. Es ist also etwas mühsamer, eine größere Menge zu sammeln.

Anschließend sind wir noch in ein Gebiet mit anderem Boden weitergezogen und haben Pfifferlinge gesucht. Da es ein paar Tage nicht geregnet hat, gab es aber nicht allzu viele und wir haben uns schließlich nicht komplett zufrieden auf den Heimweg gemacht. Wie üblich haben wir währenddessen auf dem Weg allen gewunken, die mit dem Auto an uns vorbeigefahren sind…

Und daheim angekommen liegt vor der Tür: ein Küchentuch mit Pfifferlingen, Moltebeeren und einem kleinen Notizzettel von einer Nachbarin: „If you don’t want it throw it away“. Wir sind immer wieder richtig froh, an was für tollem Fleck der Erde wir hier gelandet sind… Da wurde die gesammelte Menge sofort verdoppelt!

Die Freude darüber haben wir gleich weitergegeben und den neuen Gästen, die heute angekommen sind, eine Hand voll Pfifferlinge, eine Zwiebel aus dem Garten und ein Stück Butter in die Hütten gebracht. Sie haben sich sehr gefreut und uns ein paar Minuten später ein lecker aussehendes Bild von der zubereiteten Vorspeise geschickt!

83) Elchkalb

Gestern Abend auf dem Heimweg von der Arbeit habe ich, wie fast jedes Mal, die bereits bekannte Elchkuh an ihrem Stammplatz gesehen. Wie immer halte ich kurz an… und plötzlich bewegt sich weiter rechts von ihr noch etwas Kleines!

Ein so junges Kalb haben wir, genau wie einen ausgewachsenen Bullen mit Geweih, bisher nie entdeckt. Hier sind noch zwei Screenshots aus dem Video, auf denen man die Kuh und das Kalb gut erkennen kann:

Was gibt es sonst Neues… die Pflanzen in den Beeten wachsen, die erste Tomate haben wir sogar schon gegessen. Mehrmals die Woche sammeln wir Pfifferlinge und Blaubeeren im Wald. Die Johannis- und Himbeeren auf unseren Grundstücken werden auch reif… Auf dem Bild unten links sind Moltebeeren, die hier in den moorartigen Waldgebieten wachsen. Und das Foto unten rechts haben – Vielen Dank nochmal! – unsere Gäste in den Hütten letzte Woche um 5 Uhr früh bei Sonnenaufgang gemacht, als sie vom Schlafzimmer aus auf der Wiese nebenan diesen Elch im Nebel gesehen haben.

Als wir eine Stunde später nochmal auf „Safari“ losgefahren sind, stand der Elch nur ein Feld weiter auch wieder sehr fotogen im hohen Gras… Das Junge hatte sich da wohl versteckt.

82) Sommer

Morgen soll mit 32 Grad der wärmste Tag dieser Hitzeperiode hier sein, ansonsten hat es oft um die 25 Grad momentan. Die Äpfel, Bohnen, Zucchini und Kürbisse etc. in unserem Garten reifen immer weiter heran. Zusätzlich blüht aktuell eine pinke Sorte Mohn:

Nach wie vor ist es sehr lang hell. Fast auf jeder Autofahrt von der Arbeit heim steht zwischen 22 und 23 Uhr dieser Elch an seinem Stammplatz, nur fünf Minuten nördlich von uns… Die Quote für die Jagd im Herbst ist dieses Jahr nur sehr niedrig, was ich auch gut finde. Die Wölfe reißen momentan anscheinend viele Kälber und die Population soll geschont werden.

Letztes Wochenende hat das „Hästkraft“-Festival in Årjäng stattgefunden, wörtlich mit Pferdestärke übersetzt, was in beiden Bedeutungen eine Rolle spielt. Der ganze Ort war drei Tage lang geprägt von Touristen, Oldtimern, Auto-Shows, Trabrennen und Konzerten.

Mein Mann war gestern im Wald unterwegs und ist sehr erfolgreich zurückgekommen, er hat 642 Gramm Blaubeeren mit unserem neuen Beerenpflücker gesammelt. Dazu ein paar andere Beeren, Kräuter und einige Pilze, die wir noch nicht genau kannten und mit dem Pilzführer erst in Ruhe bestimmt haben.

Im Juni und Juli sind unsere Hütten ziemlich gut besucht. Wir freuen uns über die vielen Gäste! Das Feedback ist sehr gut und es ist schön, hier so einen individuellen Ausgangspunkt für Ausflüge bzw. einen gut gelegenen Zwischenstop für Reisende anbieten zu können. 🏘

81) Ausflüge

Hier ist hier eine kleine Übersicht mit Zielen in der Nähe von Årjäng, die unseren Gästen als Vorschläge dienen können! ➡️ Siehe auch Beitrag 43 mit weiteren Reise- und Ausflugstipps.

  • Das Highlight bei gutem Wetter sind Wanderungen im Glaskogen Naturreservat, beispielsweise mit dem Infocenter in Lenungshammar als Ausgangspunkt. Ein Kanuverleih sowie Fahrradwege wären dort ebenfalls vorhanden. Im Sommer hat hier am Wochenende das Cafe Carl geöffnet. Die Tapas-Platte und die Waffeln sind bereits eigenhändig getestet und sehr zu empfehlen!
Glaskogen
Eine mögliche Wanderung im Glaskogen
  • Direkt von unseren Hütten aus gibt es mehrere Spaziergangs-Runden (3 km, 5 km, 7 km…), und auch die schönen Seen Rinnen oder Långtjärnen (hier sogar mit Badesteg und Grillplatz) sind ganz nah. Die entsprechenden GPS-Punkte schicke ich unseren Gästen gerne, sagt einfach Bescheid 😊
  • Nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt ist man mitten in Oslo und kann dort beispielsweise das erst 2021 eröffnete Munch Museum besichtigen, an der Hafenpromenade spazieren oder auch die Skisprungschanze Holmenkollen anschauen. Im Sommer gibt es dort einen Flying Fox hinunter. Vorsicht: für etwas über 5 Stunden Parkhaus zahlt man in der Innenstadt 48 Euro…
  • Um die Sonne am nahegelegenen Ufer des Sees Västra Silen zu genießen, wenn man etwas mehr Action will, bietet sich unter anderem Sommarvik an. Das ist ein Campingplatz mit Infinity-Pool, Minigolfanlage und weiteren Aktivitäten, den man auch als Tagesgast besuchen kann, ohne dort zu übernachten. Am Sandstrand gibt es unter anderem Beachvolleyball, SUP und Kanus:
  • In Bengtsfors kann man eine Draisine leihen. Damit wird dann auf den Gleisen einer stillgelegten Eisenbahnstrecke Richtung Årjäng und zurück geradelt, so weit man Lust hat. Es gibt die Gefährte als Tandem oder einzeln, man kann die Fahrt auch direkt in Årjäng starten und man könnte an mehreren Stellen Badepausen einlegen, wenn man nicht wie wir eh schon von oben „geduscht“ wird… 🌦
  • Bowling im Hotel Årjäng wäre eine Alternative bei schlechtem Wetter. Hier gäbe es auch die Möglichkeit, zum Frühstück bzw. Brunch hinzugehen, auch wenn man kein Übernachtungsgast ist. Dann sieht man auch gleich das Highlight von Årjäng: den Troll vor dem Hotel…
„Öl“ (Bier) mit Elch-Logo

Restaurants:

  • Schon oft erwähnt: das im White Guide empfohlene Café „Elins Bakgård“ in Arvika mit einem schön bepflanzten Innenhof. Unter der Woche gibt es mittags ein leckeres Lunch-Buffet inklusive Kaffee und Kuchen.
  • Das Café Våfflan in der Vorschule in Hämnäs hat nur an wenigen Wochenenden im Sommer geöffnet. Es gibt dort dann in einem Gemeinschaftsraum und im Außenbereich große, leckere Waffeln – unter anderem mit Hjortron-Sylt aus Moltebeeren, die man hier in den umliegenden Wäldern auch sammeln kann.
  • Das Restaurant Thorills liegt nur eine Viertelstunde von uns entfernt. Thorill und ihr österreichischer Mann Harald haben Platz für etwa fünfundzwanzig Personen in zwei gemütlichen Räumen und servieren hervorragende Gerichte mit handverlesenen Zutaten aus der Region. Unbedingt vorher reservieren.
  • Ein weiteres Restaurant in Årjäng, das extra erwähnt wird: das Travmuseet an der Trabrennbahn. Dort ist auch ein kleines Museum und es gibt ein gutes und günstiges All-you-can-eat-Mittagessen. Für aktuell 110 Kronen (11 Euro) bekommt man ein Salatbuffet, mehrere Hauptgerichte, Eis, Kaffee und Kekse.
  • Die restlichen Restaurants in Årjäng sind übersichtlich: ein thailändisches Lokal mit großen Portionen, der Pub „Krogeriet“, ein Inder und zwei Pizzerien sind in der Ortsmitte. Oft sieht (und hört) man im Sommer von den Terrassen aus Oldtimer und kreative „Slow Cars“ mit Warndreieck statt Nummernschild, die schwedischen EPA-Traktoren.
Thorills Restaurant

Alle diese Aktivitäten sind sehr schön. Ich möchte aber last but not least erwähnen, wie erholsam und toll es ist, auch einfach nur hier zu „sein“, ganz ohne Zusatzprogramm. Die Wälder, Seen und Tiere sind überall, ohne jeglichen Zeitdruck oder Eintrittsgeld…

Badesteg am See Långtjärnen

Die nächste Einkaufsmöglichkeit von unseren Hütten aus ist der COOP in Koppom. Aber wer direkt an unseren Ferienhütten eine Fika machen möchte – die schwedische Kaffeepause – sollte unbedingt vorher schauen, ob vor der Bäckerei Bröd från bygden auf der anderen Seite des Feldes ein Auto steht. Wenn ja, unbedingt kurz rübergehen und bei Maria ein bisschen Gebäck dazu einkaufen (sie spricht englisch)!