Inzwischen hat der SFI C begonnen, also das nächste Level des für alle Einwanderer kostenlosen Sprachkurses. Es ist eine andere Lehrerin und eine größtenteils neue Lerngruppe. Das Klassenzimmer ist aber im gleichen Gebäude des Gymnasiums in Årjäng und auch der Ablauf ist unverändert viermal pro Woche bis mittags oder nachmittags.
Aktuell findet der Unterricht per Teams online statt, nur am ersten Tag haben wir uns vor Ort gesehen. Die Accounts hatten wir bereits im Kurs B erhalten, da waren sie dann aber letztes Jahr nicht notwendig. Nach wie vor wirkt es auf mich vernünftig und kompetent, wie mit dem Thema Corona hier umgegangen wird. Alle zwei Wochen wird die Lage von der schwedischen Gesundheitsbehörde neu bewertet. Es kann also sein, dass unser Unterricht dann auch wieder in Präsenz durchgeführt wird, wobei man keine Maske trägt, die Einzeltische ausreichend Abstand zueinander haben und der Raum gut gelüftet wird. Der Unterricht im jetzigen Kurs B findet derzeit auf diese Weise vor Ort statt, was ich nachvollziehbar finde. Bei geringeren Sprachkenntnissen macht es nochmal einen größeren Unterschied aus, sich wirklich persönlich zu sehen, wie auch für die Integration.
Auch mich würde das natürlich freuen, um in den Pausen den Kontakt zu anderen zu haben und die Fahrten mit dem Fitnessstudio verbinden zu können. Es geht auch so, aber ich kann jetzt die Zeit im Homeschooling nicht nur als Lehrerin, sondern ansatzweise auch aus der anderen Perspektive nachfühlen… Respekt an alle Schülerinnen und Schüler, die es geschafft haben, da stundenlang auf die Videokonferenz konzentriert zu bleiben!
Insgesamt werden planmäßig wieder drei Zwischentests in den nächsten Wochen geschrieben, von denen man mindestens zwei bestehen muss, um für die Abschlussprüfung des Kurses zugelassen zu werden. Zusätzlich lerne ich weiterhin mit der App Duolingo, lese vielleicht auch mal ein schwedisches Kinderbuch und übe bei jeder Gelegenheit das Reden mit Nachbarn. Det går bra!
