31) Wege

Das Zitat vom allerersten Blog-Beitrag bekommt jetzt eine weitere Bedeutung:

Genau wie die Wiese mit der Zeit vom Parken immer matschiger geworden ist, bis wir die Einfahrt gekiest haben, sind auch die Wege zwischen den drei Hütten inzwischen immer rutschiger geworden, weil wir sie täglich gehen, um zum Beispiel von der Küche ins Bad zu kommen. Die Vorbesitzer waren zu selten und nicht bei so viel Regenwetter hier, als dass dadurch bleibende Spuren im Gras entstanden wären. Wir haben verschiedene Optionen abgewogen (z.B. Kies, Steinfliesen, Holzlatten…) und uns dann für Rindenmulch als Material für den Bau entschieden.

Derjenige, der bei der nahegelegenen Kiesgrube arbeitet und uns die Einfahrt gemacht hat (Beitrag 22), war der gleiche Nachbar, der privat Pferde besitzt und uns den Mist für das Hügelbeet gebracht hat (Beitrag 28). Und er hat nun auch den Mulch auf seinem Anhänger geliefert, den er morgen leer wieder abholt. Das Wort „Nachbar“ ist vielleicht etwas missverständlich, da er ca. 12 km entfernt wohnt, aber für hiesige Verhältnisse ist das trotzdem noch indirekt die Nachbarschaft, weil auf der Strecke dazwischen einfach nicht sehr viele Häuser stehen…

Wie schon bei dem Beet habe ich mich, ohne selbst etwas beizutragen, auch bei diesem Projekt sehr über die Arbeit meines Mannes gefreut. Er hat mit dem Rindenmulch gestern und heute die Wege angelegt, so dass der Niederschlag und unsere Gummistiefel den Boden ab jetzt nicht mehr so zerstören können.

Wie geht es ansonsten so? Vieles von dem, was ich zum Beispiel in den Beiträgen über Komfortzonen (Nummer 15) und Wärme (26) geschrieben habe, verstärkt sich aktuell durch die zunehmende Kälte und Dunkelheit. Vorgestern, als wir am Rinnen waren, war es plötzlich unerwartet warm draußen. Zehn Grad, und wir beide haben sofort den positiven Effekt davon auf die Psyche und den Körper gespürt. Ich werde aber auch langsam immer robuster, das gefällt mir. Mit der Dunkelheit geht es momentan eigentlich noch ganz gut. Das Abendrot ab drei Uhr nachmittags ist zwar ungewohnt, aber eigentlich ok. Mal sehen, wie das in den nächsten vier Wochen bis zur Wintersonnwende noch wird.

Nochmal besonders hervorheben möchte ich die Hilfsbereitschaft der Menschen. Wir waren uns beispielsweise unsicher, ob das Gras auf unserem Feld vor dem Winter nochmal gemäht werden muss, um Schneeschimmel zu verhindern. Keiner von uns hat ja einen landwirtschaftlichen Hintergrund, daher ist alles neu und wir lernen viel. Ein Nachbar, den wir von der Jagd kennen, ist sofort kurz runtergekommen (er wohnt hinter einem Hügel, ca. 2 km entfernt), hat es sich angeschaut und uns beruhigt, dass wir es so lassen können. Also wieder eine Sorge weniger! 😀

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