
Auf dieser Collage seht ihr vier kleine Veränderungen, die für mich hier einen großen Unterschied ausmachen. Schon von Anfang an hab ich mich wohlgefühlt, aber jetzt wollte ich nach dem letzten Beitrag mal den Fokus auf ein paar alltägliche Details richten, deren Auswirkungen ich stark wahrnehme.
Oben links ist die aktuellste Neuerung: wir haben seit gestern Mülltonnen! Klingt nicht total großartig, bedeutet aber, dass wir nicht mehr alle paar Tage zu Nachbarn gehen müssen mit: „Hallo, wir sind hier neu eingezogen, und könnten wir bitte übrigens unseren Müll bei Ihnen kurz wegwerfen?“ 😀 Die braune Biotonne wird bald wieder abgeholt und durch einen Kompost ersetzt. Das ist dann ein Warmkompost, und wenn man so einen hat, wird die Müllgebühr dafür reduziert. Die größere Größe, in der wir ihn haben möchten, ist aber aktuell nicht vorrätig, deswegen steht vor unserem Wohnzimmer-Haus unten bis dahin noch ganz normal der Biomüll, der alle zwei Wochen geleert wird.
Unten links – wer erinnert sich noch daran, wie es am Anfang aussah? – ist die Veränderung in meinem Haus zu sehen. Die knalligen Farben sind verschwunden und kommen dann erst wieder durch persönliche Gegenstände rein, sobald die hier sind. Ein neuer, gemütlicher Sessel trägt weiterhin dazu bei, dass ich mich nach wie vor sehr gerne in meiner Hütte aufhalte. Noch bedeutsamer ist für mich das, was draußen vor dem Fenster liegt: es ist das erste mal seit über 10 Jahren, dass ich wo mit einem Garten wohne, und ich könnte es wirklich nicht höher wertschätzen.
Das Bild oben rechts in der Collage steht für eine neue Gewohnheit von mir, die ich in Berchtesgaden schon lange Zeit hatte und dann in München leider aufgegeben habe: tägliche, fünf Kilometer lange Spaziergänge am Morgen. Allein mit dem Sonnenaufgang, den Rehen und den Kühen als Start in den Tag, bei dem ich den positiven Unterschied ganz deutlich und unmittelbar spüre. Auch körperlich zum Beispiel dadurch, dass ich dann tagsüber kaum friere, wenn ich in der Früh eine Stunde unterwegs war.
Und unten rechts ist das zu beachtende Highlight im Bild der Rauch aus dem Kamin. Der ist jedesmal wieder ein freudiger Anblick, weil das heißt, dass der Holzofen an und das Haus also warm ist…
Auch andere Themen haben sich inzwischen geklärt, so dass die To-Do-Liste langsam kleiner wird: das Internet läuft mit Router zumindest ausreichend gut, die Briefzustellung funktioniert, die Grundstück- und Jagdversicherungen sind abgeschlossen… Langsam können wir es richtig in Ruhe genießen, hier zu sein!
Ein paar Wochen länger Sommer wären jetzt auch noch schön gewesen, aber es ist schon sehr herbstlich und gemütlich. Auf die dunklen und kalten Monate versuchen wir uns in jeder Hinsicht (körperlich, geistig, materiell…) bestmöglich vorzubereiten, aber wie das dann wirklich genau hier sein wird im Winter, kann man vorher nicht wissen. Mal sehen!
P.S.: Dorothee hat jetzt schon über tausend Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt und ist durch Schweden, Dänemark und Deutschland inzwischen in den Niederlanden angekommen. Sie setzt ihren Weg zur Klimakonferenz in Glasgow fort, und ich finde das Durchhaltevermögen bewundernswert!