5) Bograngen

Dass wir von Pilzen so wenig Ahnung hatten, war fast etwas ärgerlich bei der riesigen Menge, die man hier auf den Wanderungen sieht. Deswegen haben wir uns nochmal damit beschäftigt und gelernt, dass das Sammeln von Röhrlingen, die unten nicht rot sind, sicher sein sollte, was den Ausschluss von giftigen Sorten angeht. Ein minimales Grundwissen hatten wir ja auch schon vorher von ein paar VHS-Exkursionen zur Bestimmung von Pilzen, Beeren und Wildkräutern etc… Gesagt getan, sind wir schon am ersten Abend von unserer Ferienwohnung in Bograngen aus losmarschiert und haben vier Exemplare vom Spaziergang entlang einer Langlaufstrecke mitgenommen. Drei davon waren dann beim Aufschneiden in der Küche leider innen nicht gut, daher war unser erstes eigenes Steinpilzgericht nur ganz klein, aber sehr lecker. Die Fotos sind jetzt auch nicht gerade die ästhetischsten, aber hier sind sie:

Steinpilz (mutmaßlich)

Am Mittwoch sind wir wieder zu einer ungefähr vierstündigen Wanderung aufgebrochen. Hier in der Umgebung gibt es zwar viele Wege, aber online findet man sie nicht wirklich gut. Falls jemand von euch mal hier ist und die Strecke gehen will: ich hab sie auf Komoot hochgeladen. Der Start ist im Ort Medskogen, nur 7 Kilometer westlich von hier. Dann geht es zunächst im Wald entlang der orangen Markierung des Finnskog Leden. Das ist ein Fernwanderweg an der norwegischen Grenze, die man derzeit allerdings nicht überqueren darf. Der Rundweg, den wir gegangen sind, liegt daher nur auf der schwedischen Seite. Auf dem Pfad ist viel Elch-Mist zu finden, aber dessen Erzeuger sind leider zu gut versteckt geblieben… Außerdem wachsen auch hier wieder so viele Himbeeren, dass wir uns sowohl sattgegessen als auch eine Tupperbox zum Mitnehmen gefüllt haben.

Finnskogleden

Neben der vielen Zeit in der Natur organisieren wir von hier aus momentan einige Sachen, die zu erledigen sind. Die schwedischen Behörden bzw. deren Ansprechpartner fallen uns dabei bisher oft als wirklich hilfsbereit auf. Ein weiterer auffälliger Punkt bezüglich der Menschen hier ist, dass man beim Wandern niemanden antrifft. Obwohl sich die Sommer-Hauptsaison erst langsam ihrem Ende zuneigt, sind die Wege immer leer. Auch auf der Langlauf-Runde, die hier direkt im Ort nur 100 Meter vor unserer Wohnung beginnt und auf der wir seit Anfang der Woche jetzt täglich teilweise mehrmals spazieren oder joggen waren, sind uns erst heute einmal zwei Personen entgegengekommen. Diese Art von Ruhe ist im Vergleich zur Isar in München sehr ungewohnt und erholsam… Ich freu mich auf lange Spaziergänge vom Grundstück aus!

Hejdå!

Sandra

sandrasverige@gmx.de

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